Waldbrandbekämpfung

3.1. Löschmittel

3.2. Waldbrandbekämpfung

3.3. Waldbrandbekämpfunsgrundsätze

3.4. Bodenbrände

3.5. Vollbrände

3.1. Mögliche Löschmittel zur Waldbrandbekämpfung

A.

SAND, ERDE
 per Spaten. Schaufeln
 Waldpflugeinsatz usw.

B.

LÖSCHWASSER
      (pur oder mit Zusätzen/per Boden- oder Aviotechnik)

B.1

SCHAUMBILDNER; NETZMITTEL
(Herabsetzung der Oberflächenspannung der Wassertropfen zur Erhöhung
        der Benetzungsfähigkeit trockener Sandböden, Zweige und Nadeln
        = geringerer Wasserverbrauch bei Effektivitätserhöhung)
        Netzwassereinsatz mit Sprühdüsen, ganz selten Vollstrahl

B.2

SALZE (Bildung brandhemmender Krusten)

B.3

GELE (Erhöhung der Viskosität des Löschwassers)

           - auch Kombinationen aus B.1 bis B.3

Sprengstoff

3.2. Waldbrandbekämpfung = Krieg mit "militärischer“ Führung

Entstehungsbrände   bis  0,01 ha 

Kleinstbrände              >     0,01 ha        bis        0,10 ha          Spähtruppuntemehmen

Kleinbrände                 >    0,10 ha         bis        1,00 ha          Stoßtruppuntemehmen

Mittelbrände                 >    1,00 ha         bis      10,00 ha         Gefecht mit Stabsführung

Großbrände                   >   10,00 ha        bis      50,00 ha         stabsmäßig geführte Schlacht

Katastrophenbrände     >  50,00 ha                                           mit allen Waffengattungen

 

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3.3. Waldbrandbekämpfungsgrundsätze : Waldbrand-Fibel (LIEBENEINER)

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3.4. Bodenbrände, Kräfte und Mittel (K+M) zur Bekämpfung, Taktik

3.5. Vollbrände, K+M zur Bekämpfung, Strategie und Taktik

3.6.1. Erfahrungsthesen der Waldbrandbekämpfung (ZOSCHKE)

3.6.2. Luftfahrzeugeinsatz in der Wald- und Flächenbrandbekämpfung (KÖNIG)

3.6.3. Schema zur Anlage eines Vorfeuers (nach MISSBACH)

3.6.4. Schema zur Anlage eines Gegenfeuers (nach MISSBACH)

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    I. Grundvoraussetzungen einer schnellen und wirkungsvollen Brandbekämpfung
       
    (ZOSCHKE, N.  Leiter der Landesschule Technische Einrichtung für Brand- und
         Katastrophenschutz des Landes Brandenburg in Borkheide)

Klein und Mittelbrände < 10 ha

1. Frühestmögliche Entdeckung über
    -
Feuerwachtürme (Neu von ca. 100 Türmen im
       Land Brandenburg)
    - Luftuberwachungsflugzeuge (in 3 Schwer-
       punktgebieten)

2. unverzügliche Meldung an die betreffenden      
    Feuermeldestellen bis hin zur Leitstelle das
    Brand und Katastrophenschutzes und Rettungs-
    dienstes (s. gemeinsamer Runderlaß)

3. Alarmierung der erforderlichen Kräfte und Mittel
    der Feuerwehr und der Forstbehörden
  - nach Ausrückeordnung
  - Alarmierung nach Stichwort „Waldbrand“

    - nach vorbereitetem Einsatzplan „Waldbrand-
       bekämpfung* für besonders gefährdete Gebiete

    Grundsatz - kein Zögern
    Lieber 10 TLF alarmieren und dann 5 nach
    Hause schicken, als nach einer nicht wieder
    aufholbaren Zeit eine Nachalarmierung durch
    zuführen.

4. Bildung der Einsatzleitung vor Ort
    Einsatzleiter Feuerwehr und Berater Forst-
    behörde (Oberföfster, Revierförster)  bei
    Bundesforsten Vertreter der Bundesforstbe-
    hörde

Großbrände/Brände > 10 ha bis 100 ha

5. Sofortmeldung an Lagezentrum MI  Grund:
    - Sensibilisierung des Bereitschaftsdienstes des 
      Referates III/8
    - Handlungsbereitschaft herstellen, um bei  
      Anforderung von K+M sofort handlungsbereit
      zu sein Verkürzung von Vorlaufzeiten bei z B.
      Alarmierung
         * der Luftbekämpfungsmittel
         * Bundeswehrkräfte und Technik

6. Bildung von Brandbekämpfungsabschnitten
    - Abschnittsleiter Feuerwehr und Fachberater
       Forst

     - Kommunikation im 2-m-BOS-Band aufbauen

7.  Kräfte. und Mittelnachforderung (rechtzeitig!)
     - nachbarliche Löschhilfe über Nachbarleit-
       stellen
     - überörtliche Mittel über MI
        (Brandbekämpfungseinheiten)
     - Löschflugzeuge / Kräfte und Mittel der
       Bundeswehr

8. Sicherstellung der Lageerkundung
    - über Kradmelder
    - über Hubschrauberanforderung

Brände > 100 ha (werden wie Katastrophenwaldbrände in BB behandelt)

9. Aktivierung des Katastrophenschutzstabes in den
    Landkreisen
    - Zusammensetzung :
      (Landrat/StelIv./Ordnungsamt/Sachgeb.
      Brand und Kat.-schutz/Forstamt/Bundes-
       forstamt/Verantw. für Versorgung/Vertreter
       Bundeswehr/Verantw. für Presse und Medien)

10. gleichzeitige Aufnahme der Arbeitsbereitschaft
      des Einsatzstabes des MI (über Bereitschafts-
      dienst)
      Zusammensetzung : (MI, Ref. III/8 MELF
      Abt. Forst/Landesforstamt/VBK 84 Pots-

    dam / Pressesprecher / Nachrichtenüber- mittlung ... )

11. Sicherstellung eines ständigen Informations-
      austausches
      Stab/Landkreise, Einsatzstab MI
      (Funktelefon, Fax, geheimgehaltene Telefon-
       nummern)

 

Klein und Mittelbrände

II. Taktische Grundsätze der Waldbrandbekämpfung
     (ZOSCHKE, N.  MI Brandenburg, Erfahrungen von 1992)

A. Bodenkräfte

Grundsatz :
Waldbrände werden am Boden bekämpft und nicht aus der Luft. Der Einsatz von 
                     Luftbekämpfungsmitteln ist eine unterstützende Maßnahme, wenn auch eine sehr
                     wirksame,  aber eben nur eine unterstützende.

- Einsatz von geländegängigen Löschfahrzeugen
  (LF 8 - Fahrgestell Robur) und Feuerwehrange-
  hörigen mit Schaufel und Spaten

- Einsatz von Forstangehörigen mit Schaufel und
  Spaten, Einsatz von Waldpflügen zur Eingrenzung
  der Brandflächen

- Einsatz von Tanklöschfahrzeugen zur Durch-
  brechung der Feuerfront und seitliche Abdrän-
  gung/Niederschlagung. Hauptangriffsziel ist diese
  Feuerfront !

- Einsatz von Wassertransportfahrzeugen HTS 100
   (Güllefahrzeuge der Landwirtschaft mit 10.000 l
   Wasservorrat). Diese sind vertraglich gebunden
   und dienen einmal zur Benetzung von natürlichen
   Schneisen (Wegen) und zum anderen zur
   Betankung der TLF mittels Übergangsstück.

- Bei Notwendigkeit rechtzeitiger Aufbau einer
   ständigen Wasserversorgung.

  Benetzung der angrenzenden Flächen, notfalls
  Verbreiterung Mittels Waldpflügen, Raupen und 
  Bergepanzern

- Beachte : Rückzugsmöglichkeiten. Einsatz vor
  Ort nur unter Führung erfahrener Gruppenführer,
  Zugführer !

Großbrände

- Entscheidend für den Erfolg der Brandbekämp-
  fung sind die ersten 20 , . 30 min, deshalb kein
  Zögern in der Anfangsphase (mutige, konsequente
  Alarmierung der erforderlichen Kräfte und Mittel,
  rechtzeitige Nachalarmierung)

- Bildung von Brandbekämpfungsabschnitten
  entsprechend Führungsschema

- rechtzeitiger Aufbau von „Auffanglinien“ unter
  Nutzung natürlicher Gegebenheiten (Waldwege,
  Flüsse), Verstärkung dieser durch

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B. Luftbekämpfung

Grundsatz : Luftbekämpfungsmittel kommen zur Unterstützung der Bodenkräfte zum Einsatz
(ZOSCHKE, N. - Mi Brandenburg, Erfahrungen von 1992)

- Im Land Brandenburg kamen 1992
  verschiedene Luftbekämpfungsmittel
  zum Einsatz

- Vertraglich gebunden waren 5 Löschflugzeuge
  M-18 A sowie 2 Hubschrauber H 500.

- Löschflugzeuge M-18 A (1.500 1 Wasser) können
   zur Eindämmung von Wipfelbränden, bei normalen
   Flächenbränden sowie zur Bekämpfung von

  Glutnestern und Schwelflächen eingesetzt
  werden.

- Im Verlauf der unterschiedlichen Einsätze
  wurden entgegen der Löschtaktik vergangener
  Jahre neue Löschvarianten mit dem Flugzeug
  angewandt. In Abstimmung mit den zuständigen
  Leitstellen wurden spezielle Bereiche der
  Brandflächen nach folgenden Varianten
  bekämpft:

Wipfelbrände

Flächenbrände ohne Wipfelbrand

Anflug mehrerer M-18 A zugleich und Ab-wurf aus dem „Sturzflug“ im Verband oder unmittelbar nacheinander (Abstand von max. 20s)

Anflug der M-18 A (Sichtkontakt unterein- ander) und Abwurf aus dem „Horizontalflug" im Kettenverfahren zur Brandeindämmung

Glut- bzw. Schwelnester

Glut- bzw. Schwelflächen

Je nach Größe Einzel- oder Verbandsflug und Abwurf aus dem „Sturzflug“

Verbandsanflug und Abwurf  im „Verbandshorizontalflug" mit nachfolgender Restbekämpfung durch gezielte Abwürfe im, Sturzflug“

Restbrände nach Großfeuern

Zuordnung der Einzelbrände zu einzelnen Flugzeugen - Einzelbekämpfung im „Sturz-" bzw. im „Horizontalflug"

Entscheidend für die Effizienz des Flugzeugeinsatzes ist eine gute Koordination mit
allen anderen Kräften. Dafür ist eine Kommunikation zwischen Leitzentrale, Luft-
und Bodenkräften, wenn möglich verbunden mit einer Koordination durch ein
Überwachungsflugzeug, sehr vorteilhaft bzw. unabdingbar.

Der Einsatz von Hubschraubern H 500 (mit kanadischem Löschsack 600 1 Wasser) bewährt sich zur
Bekämpfung von Entstehungsbränden (wenn Schöpfmöglichkeit in der Nähe) sowie zur Restablöschung
von Glutnestern. Es können sehr gezielt Brandnester bekämpft werden, insbesondere dort, wo Löschtechnik
nicht einsetzbar ist.

3.6. Erfahungen (ZOSCHKE, KÖNIG, MISSBACH))

3.6. Erfahrungen zur Taktik

1. Maßnahme :
   - Durchbrechen des Feuersaumes, ihn nach den Seiten hin
      aufrollen (mit KI-Zweigen in die Brandfläche kehren oder
      mit Spaten/Schaufel Feuersaum übererden)

2. Maßnahme :
   - Traktor mit Waldpflug legt Wundstreifen um die gesamte
      Bodenbrandfläche an,
    - Löschfahrzeugbesatzungen bringen Netzwasser an für sie
      zugänglichen Feuersaumlinien aus

3. Maßnahme :
    - permanente Bewachung der noch schwelenden Bodenbrandfläche
      bis durchgreifender Niederschlag (> 10 mm) eintritt

Manuelle Bekämpfung mit dem Spaten
FFw-Männer bei der manuellen Übersandung
Waldpflug bei Wundstreifenanlage
FFw-Männer - Bodenbrandbekämpfung mit Netzwasser
ZT304 mit HTS100, Bodenbrandbegrenzung per Heckauswurf
TLF-Wendestrahlrohr - Sprühstrahl nach unten

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Frontalangriff mit TLF (Bresche in die Feuerfront !)
(Dickung, Jungbestand, Stangenholz)

Wegen der geringen Luftzufuhr vornehmlich im Bestand !
   ZIEL = Bodenbrandunterbrechnung

Feuersaum durchbrechen, nach den Seiten aufrollen !

Aufteilung der Fläche in Abschnitte (Abschnittsleiter)

Einsatzleitung bilden :
ständige Verbindung zu den Abschnitten, militärische Führung

- Flankensicherung per Lösch- oder
  Luftfahrzeuge, Waldpflug- und/oder
  Leichtschaumeinsatz oder manuell

- Weiterbehandlung wie Bodenbrand

Abschnittsleiter Forst & B1000 / F-Einsatzleitungsfahrzeug
ZT304 mit HTS100 vor Lutte  - Leichtschaumapplikation
Sprühstrahl gegen anlaufenden Vollbrand
Wasser-Aerosol-Abgas-Löschverfahren (MIG) Wurfweite > 50 m
Lutte - Leichtschaumapplikation in Schneise gegen Vollbrand
Leichtschaum als Bodenbrandbarriere
Hochleistungslöschfahrzeug JUMBO-TANK PHF 20 T

a : gefährdeter Bestand
         mit  Löschposten

b : Weg, Schneise, Wund-
      oder Schaumstreifen

c : 1. Vorfeuerstreifen

d : 2. Vorfeuerstreifen

e : 3. Vorfeuerstreifen

f : verlorener Bestand

g : Waldbrand

a : gefährdeter Bestand
         mit  Löschposten

b : Weg, Schneise, Wund-
      oder Schaumstreifen

c : Gegenfeuer

d : verlorener Bestand

e : Waldbrand

Vergleich : schematisierte, durchschnittlich per Luftfahrzeuge
erzielbare Löschteppiche mit > 0,5 mm Benetzungsfläche

Löschen von Entstehungsbränden
durch  Abdecken mit Löschmittel

Front und/oder Seitenriegelung von
Boden-, Flächen- und Vollbränden

Vorgreifende Front- und Seitenriegelung
bei Vollbrand größerer Audehnung
(Groß- und Kathastrophenbrand)

Vorgreifende Front- und Seitenriegelung
beim Zusammenwirken mit starken Boden-
kräften unter Ausnutzung  der Bestockungs-
verhältnisse

Bodenkräfte und/oder Löschtechnik

Bewegungsricht.
der Bodenkräfte und/oder Löschtechnik

PZL 106 A - Trainingsabwurf Profil
M 18 A - Abwurf
M 18 A -Abwurf vor Dickung
PZL 106 A - Abwurf über Altholz

Benetzungsfläche nach Abwurf durch Luftfahrzeug

Zusammengefasste taktische Grundsätze der einfachen Waldbrandbekämpfung

A. Jeder Waldbrand beginnt als Bodenbrand (Entstehungsbrand).

      Beim Bodenfeuer brennt nur die Waldbodenauflage und der Waldbodenbewuchi
      niedrige Kiefernaturverfügung, (Sträucher, Gräser, Kräuter, Feinreisig, Humus, Nadelstreu)

      > 75 % aller Waldbrände bleiben Bodenbrände, wenn sie sehr rasch und relativ einfach
      bekämpft / begrenzt werden. Der Einsatz in der ersten halben Stunde, ist entscheidend.

B. BEKÄMPFUNGGSZIEL: Unterbrechung des schmalen Feuersaums mit niedrigen Flammenhöhen
      an der Feuerspitze und Aufrollen nach den Seiten hin (Energieentzug):

      1. Handarbeit - mit Kiefemästen oder Feuerpatschen Feuersaum ausschlagen und
                                 in die Brandfläche “kehren";
                               - per Spaten, Schaufeln den Feuersaum mit Mineralbodenaushub
                                 (kein Humus!) übererden.

          In jüngeren Kieferbeständen muß verhindert werden, daß das Bodenfeuer über die unteren Trockenäste
          an den kleinen Stämmchen noch oben in die Baumkronen klettert
> > > Vollbrandgefahr

      2. Löschen von Bodenbränden mit LF oder TLF

          - möglichst mit mehreren C-Schläuchen wassersparende Sprühstrahltechnologie mit Netzwasser
            anwenden ( nur 0,2 bis max. 0,5 % Schaumbildnerzumischung )
          - niemals Vollstrahl ! (viel zu hoher Wasserverbrauch = 1800 1/min);
          - am wirkungsvollsten ist das Mehrzweckstrahlrohr mit 8 mm-Düse
            (nur 100 1 Wasserverbrauch,/ min);
          - Sprühstrahlrichtung stets nach unten auf brennenden Bodenbelag einhalten !

      3. Brandflächenbegrenzung =
          > 50 cm breite Freilegung des Mineralbodens rund um die gesamte Brandfläche:

      3.1. Grabestreifen als schwere Handarbeit mit Spaten, Plagghacken o.ä.;

      3.2. Wundstreifenanlage mit dem Waldpflug hinter waldgängigem Traktor inklusive anschließender
             Spatenarbeit  
             >>> es dürfen keineFeuerbrücken aus trockenem Humus, Feinreisig, Gras, Stubbenresten usw. auf dem
                     Wundstreifen verbleiben !

      4. Vollbrandgefahr :
          Kommt es doch zum Vollbrand (Totalfeuer in Dickung / Stangenholz),
           ändert sich beim Löschangriff
           an der Sprühstrahlrichtung >>> nach unten nichts !

          Der Bodenbrand des Vollfeuers muß an der Feuerspitze durch-, unterbrochen und nach den Seiten hin
          aufgerollt werden.

          Ohne die nachschaffende Kraft des Bodenfeuers kann kein Kronen- oder Wipfelfeuer auf Dauer
          weiterbrennen; es kommt dann von alleine "herunter"

          In brennende Kronen mit Löschwasser zu schießen,ist sinnlose Wasserverschwendung !!!

          Effektive Vollbrandbekämpfung mit TLF

          Schwerschaumrohr SS 8 auf dem Wendestrahlrohr bzw. an B-Schläuchen bringt bei nur 0,5 %!
          Schaumbildnerzusatz 11 fache Verschäumung (Wasserverbrauch = “nur” 700l/min


          Immer daran denken:
          Schußrichtung nach unten auf das Bodenfeuer des Vollbrandes.

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Kosten von Luftfahrzeugen im Waldbrandschutz (als Fremdkosten für Forstwirtschaft oder Feuerwehr)

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Typ

Fluggeschwindigkeit
in km/h

Löschmittelzuladung
in Liter

Preis je Flugstunde
in Euro

Agrarflugzeug
Z 37 A (tschech.)

140

600

380

Agrarflugzeug
M 18 A (poln.)

180

2000

510

Großhubschrauber
Mi 8 (russ.)

200

Außenlastbehälter
2000

2300

Großhubschrauber
CH 53 (Bundeswehr)

240

Außenlastbehälter
5000

2600

Kleinhubschrauber
H 500

130

Außenlastbehäter
500

550

3.7. Modellierter Vergleich 2004

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3.7 Modellierter Vergleich 2004

40-jährige Kiefer

Die beiden entscheidenden Waldbrandformen

 

II. Ertragsklasse M° 1,0

Entstehungsbrand
(Bodenfeuer)

Großbrand
(Totalfeuer)

Vielfaches

Flächengröße

0,08 ha

80,00 ha

1000

Summe Schäden
Schäden / ha

96 Euro
1.200 Euro

480.000 Euro
6.000 Euro

5000
5

Su. Bekämpfungsaufwand Fowi
Bekämpfungsaufwand Fowi / ha

200 Euro
2.500 Euro

100.000 Euro
1.250 Euro

500
0,5

Su. Folgeaufwand Fowi
Folgeaufwand  Fowi /  ha

32 Euro
400 Euro

48.000 Euro
600 Euro

1.500
1,5

Su. Wiederaufforstungsaufwand
Wiederaufforstungsaufwand / ha

---
---

280.000 Euro
3.500 Euro

 

Anfangstaktik der Bekämpfung größerer Waldbrände, Standardmaßnahmen

    - Erstangriffskräfte (i.d.R. örtlich zuständige Freiwillige Feuerwehren)
    - ausreichend wasserführende TLF/LF (i.d.R. 2 TLF)
    - ausreichende Verstärkungskräfte (mit Spaten, Feuerpatschen)
    - Führungsebene (TEL), fester Standort oder Führungs-Kfz)

    . umfassende Lageerkundung, -dokumentation
    . Festlegung der Grundtaktik
    in Abhängigkeit verfügbarerer K+M
    . Festlegung der Abschnitte (beginnend mit je einer Gruppe)
    . Festlegung sicherer Bereitstellungsräume für Reserven
    . Bestimmung von Beobachtern, Erkundern (Umfeld)
    . Kontinuierliche Lagemeldungen der Abschnitte an TEL

    . . Rechtzeitiger Beginn von Verpflegungsmaßnahmen
        
      . . . Getränke (Mineralwasser) ab 60 min Einsatzdauer
           . . . Essen ab 4 h Einsatzdauer

    . . Heranführung von Ersatzreserven F mit Sprit, Waschmöglichkeiten, DRK,
               Reservepumpen, -Kfz, Wiederbestückungen, Ersatzteilen,
               ggf THW, Bundeswehr, Bereitschaftspolizei >> solche Einheiten
               müssen sich zwingend der TEL unterstellen lassen
               (der Fehler 1975 bei den niedersächsischen Waldbrandkatastrophen)

Kräfte und Mittel zur Bekämpfung von Großwaldbränden

Feuerwehr:           waldgängige TLF, LF, Schlauchwagen, Wassertransporter,
                             Mannschaften mit Handgeräten (Spaten, Schaufeln),       
                             Ausrüstungs-, Werkstatt-, Versorgungsfahrzeuge usw.

Forstämter/
Waldbesitzer:
      orts- und sachkundige Forstbedienstete,
                             Waldarbeiter, -besitzer mit Handgeräten (Spaten, MKS),
                             befähigt besetzte waldgängige Traktoren mit Anbau- oder
                             Anhängewaldpflügen
, Wassertransporter, Agrarflugzeuge

THW/Sonstige:   Mannschaftstransporter, Helfer mit Handgeräten, waldgängige
                             Wassertransporter und sonstige Technik
, Versorgungsfahrzeuge

Bundeswehr:     Mannschaftstransporter, Helfer mit Handgeräten, waldgängige
                           Wassertransporter und sonstige Technik, Räum- und Bergepanzer,
                           Hubschrauber CH 53
mit Smoky Eins = 5000l Außenlastbehälter

Ausgewählte Feuerwehrfahrzeuge / Waldbrandbekämpfung

Für Erstangriff :  TSF-W              Allrad    500/750 l  Wassertank
Für Erstangriff:   LF 8/6               Allrad           600 l  Wassertank
                         TLF16(W50)    Allrad         2.200 l  Wassertank
                         TLF 8/18         Allrad         1.800 l  Wassertank
                         TLF 16/24        Allrad         2.400 l  Wassertank
                         TLF 16/25        Allrad         2.400 l  Wassertank
                         TLF 24/50        Allrad         4.800 l  Wassertank

                         SW 2000        Allrad    2.000 m  B-Schlauch 

>>>    Mindestwurfweiten des Sprühstrahles bei 5 bar Betriebsdruck
                         C-Rohre           5 m
                         B-Rohre        6,5 m
                (Bekämpfung von Bodenbränden)

Vattenfall Cottbus Aerosol
>100m Wurfweite

Hytrans Fire System (NL) bis 6 km 15cm-Schläuche
8.000 Liter Förderung/min aus offenen Gewässern

Ifex-Löschkanonone, Koopmann
bis 70 m Wurfweite

Schmitz One seven
geringer Wasserbedarf

Schmitz-Luckenwalde
Druckluftschaum

Waldbrandschutz

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